Gedankenkarussell

10 Dinge, die ich erst tue, seit ich Mutter bin

Es gibt so einiges, das erst als Mutter einen Platz in meinem Leben gefunden hat. Und damit meine ich nicht nur Offensichtliches wie Stillen oder Wickeln. Vor einiger Zeit habe ich eine Liste der Dinge veröffentlicht, die ich nicht mehr tue, seit ich Mutter bin. Als Reaktion darauf hat mich eine Leserin auf die Idee für eine neue Liste gebracht: 10 Dinge, die ich erst tue, seit ich Mutter bin! (Vielen Dank für die Inspiration 😉 )

1. Spielplatz statt Café: Früher saß ich mit Freundinnen im Café, um zu tratschen. Unter Müttern trifft man sich auf dem Spielplatz. Wenn alles glatt läuft, haben so Mamis und Kinder Spaß.

2. Kuchen mit Smarties verzieren: Wenn ich meine Tochter frage, welchen Kuchen sie sich zum Geburtstag wünscht, lautet die Antwort: „Mit Smarties“. Als sei das ein Rezept. Kinderlosen bleibt dieser kulinarische Hochgenuss meist vorenthalten 😉

3. Für alles gerüstet sein: Hat das Kind ein gewisses Alter erreicht, drehen sich Mamis Gedanken unterwegs ständig um eine einzige Frage: Wo befindet sich die nächste Toilette? Denn das Kind muss garantiert zum ungünstigsten Zeitpunkt.

4. In fremde Rollen schlüpfen: Mich würde wirklich interessieren, wie viele Stunden Lebenszeit ich inzwischen damit verbracht habe, wiehernd auf allen Vieren durchs Wohnzimmer zu krabbeln. (Auf meinem Rücken sitzt die stolze Reiterin.) Zu meinem Repertoire gehören aber auch: Kind, Hund, Frosch, Papa, Hexe, Ballerina, Prinzessin… Es gibt quasi nichts, was nicht schon spielen durfte.

5. Ferien auf dem Bauernhof: Das wäre für mich früher undenkbar gewesen. Auch heute würde ich persönlich ein hübsches Wellnesshotel einer Farm vorziehen. Aber die Kinder haben Vorrang und wenn sie sich freuen, ist Mama schließlich am glücklichsten.

6. Sneakers tragen: Früher mussten es immer mindestens zehn Zentimeter Absatz sein. Turnschuhe hatte ich nicht. Heute liebe ich meine Sneakers und trage sie fast täglich, weil sie einfach alles mitmachen.

7. Nie ohne feuchte Tücher aus dem Haus gehen: Ich habe immer eine Packung feuchte Tücher in der Handtasche. Das ist meine persönliche Geheimwaffe gegen Schokoladeneis auf dem Kleidchen oder Tomatensoße um den Mund.

8. Keine Scham kennen: Die Vorstellung mit Fremden meine Geburtserfahrungen, Details rund ums Stillen oder die Konsistenz des Windelinhalts meiner Kinder zu besprechen, wäre mir früher sehr abwegig vorgekommen. Interessanterweise verbindet Muttersein derart, dass solche Gespräche schnell ganz normal erscheinen.

9. Sammeln, sammeln, sammeln: Was habe ich schon Blumen gepflückt, Stöcke, Steine, Blätter, Kastanien und Muscheln gesammelt?! Die Sammelleidenschaft von Kindern ist unerschöpflich und Mami sammelt fleißig mit.

10. „Aufpasser spielen“: Kinder nutzen ihre Eltern gerne als Hort der Sicherheit. Nicht nur für sich selbst, sondern für alles, was ihnen (just in dem Moment) gerade lieb und teuer ist. Das kann eine Schaufel, ein Ast oder eine Muschel sein. „Mama, kannst du kurz darauf aufpassen?“ heißt so viel wie: „Pass auf, dass kein anderes Kind das wegnimmt.“ Es gibt auch Aufgaben, an denen ich scheitere: „Kannst du bitte aufpassen, dass mein Eis nicht schmilzt?“

 

Wie ist das bei euch? Was tut ihr erst, seit ihr Mutter seid?

 

Bild: Fotolia, Delphotostock

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5 Kommentare

  1. Also, Nr. 2, 5, 6 und 9 kenne ich auch als freiwillig Kinderlose zu gut 😉
    Gesammelt hab ich schon immer – heute sind es eher Beeren und Früchte, die ich dann einkoche.
    Smarties auf Kuchen gehen immer, Bauernhofurlaub hab ich auch schon ein paar Mal gemacht – das letzte Mal über Silvester, um dem Partyzwang zu entfliehen 😉 Und Sneakers sind mir sowieso lieber als Schuhe mit Absatz – zumindest im Alltag 😀

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  2. Ab und an doch mal schminken, früher immer ungeschminkt, aber es gibt Tage da reichen die Augenringe ins nachtblau bis tiefschwarz😁
    Fast ausschließlich flache Schuhe tragen…hohe Absatztreter verstauben im Regal😋
    Und was hab ich früher Leggins verteufelt, Leute ich liebe sie mittlerweile, man ist beweglich und sie sind flink anzuziehen😎
    Was toll ist, man kann singen, rumalbern überall, und aufm Spielplatz schaukeln/rutschen/klettern, ohne für bekloppt erklärt zu werden.
    Seit ich Mutter bin geh ich am hellichten Tage im Buddelkasten Burgen und ganze Straßeninfrastrukturen bauen, alles fürs Kind natürlich😜😎

    Was andere denken und manche sogar sagen, gerade die die nichtmal Kinder haben, ist mir seit meinem dritten Kind sowas von egal…ich grinse innerlich nur noch völlig entspannt.
    Alle wissen immer Alles besser, wisst ihr was ich meine?!

    Backen tu ich jetzt auch, für meinen Sohnemann, Kita, Elterveranstaltungen, vorher hab ich nichtmal Weihnachtsplätzchen gebacken bekommen 😂😂 Heute sind es ganze Regenbogen-, Smartie- und Motivtorten…
    Ich glaube es handelt sich bei mir geradezu um eine Metamorphose😝😝

    Gehts euch auch so?
    Schönen Sonntag ihr lieben Muttis und Papis🌸🎈

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    1. Vielen Dank für deinen schönen Kommentar. Vieles davon kann ich auch voll und ganz unterschreiben. Zum Beispiel das mit dem Backen. Früher habe ich es gehasst, jetzt macht es mir riesigen Spaß Kuchen, Torten und Muffins in allen möglichen Varianten zu kreieren. Und ja, Concealer kommt bei mir auch deutlich häufiger zum Einsatz, wenn die Nächte mal wieder wenig erholsam waren. Das Wort Metamorphose trifft es sehr gut 😉

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  3. Die Punkte 1 bis 3, sowie 5, 6, 8 und 10 kann ich schon mal bestätigen. Doch da wird noch mehr kommen,ganz sicher! Der erste Tag, an dem Du ungeschminkt aus dem Haus rast, Tage an denen Du über Hausaufgaben brütest, anstatt den Haushalt zu erledigen und Wochenenden, an denen Du lieber um 22:00 Uhr schlafen gehen möchtest, anstatt eine Einladung zu einer Feier anzunehmen….. zum Beispiel

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