Gedankenkarussell

Die Sache mit der Selbstliebe oder „Wann sind eigentlich meine Schenkel explodiert?“

Als ich heute morgen vor dem Spiegel stand, waren sie wieder da, diese Gedanken. „Wann sind eigentlich meine Schenkel explodiert?“ und „Mein Gott, diese Haare!“. Dann habe ich mich daran erinnert, dass ich unbedingt an der Blogparade der lieben Berenice von phinabelle zum Thema Selbstliebe teilnehmen wollte. Sie hat unter dem Motto „Mehr Mut zum Ich – Das liebe ich an mir“ dazu aufgerufen, über Dinge zu schreiben, die wir an uns selbst toll finden. Ich sollte das machen, dachte ich mir.*

Und so kam ich ins Grübeln. Früher, ja, da waren der Bauch flach, die Hüften schmal und das Gesicht faltenlos. Aber heute? Ich glaube, dass es für viele Mütter schwierig ist, sich in ihrem Mami-Körper so richtig wohl zu fühlen. Weil wir uns ständig vergleichen. Mit den (wenigen) Super-Moms, die vier Wochen nach der Geburt im Bikini famos aussehen. Wir schielen auf junge, kinderlose Frauen, deren Körper nicht annähernd das geleistet haben, was ein Mutter-Body hinter sich hat. Trotzdem stellen wir Vergleiche mit diesen Schönheiten an. Eigentlich ist das total bescheuert. Das ist diese Sache mit den Äpfeln und den Birnen, ihr wisst schon.

Aber ich wollte ja über Positives schreiben. Gar nicht so einfach. Fünf Dinge, die ich an meinem Körper mag, möchte Berenice gerne hören. Puh. Mit etwas Abstand betrachtet, fällt mir dann doch ein bisschen was ein. Dass ich zum Beispiel mit zwei Kindern noch Größe 36 tragen kann. Und dass, obwohl ich ich in beiden Schwangerschaften jeweils mehr als 20 Kilo zugelegt hatte. Ich mag meine dunklen Augen, meine Hände, meinen Mund und… Dann fällt mir schon nichts mehr ein. Ach doch, Moment mal! Ich finde es ziemlich cool, dass ich immer deutlich jünger geschätzt werde, als ich tatsächlich bin. Wow, das sind tatsächlich fünf Punkte. Hätte ich nicht gedacht.

Aber das mit der Selbstliebe hört bei Äußerlichkeiten nicht auf. Fünf Dinge, die ich gut kann, bin ich Berenice auch noch schuldig. Ich bin ziemlich stolz darauf, dass ich den Spagat zwischen Job und Kindern (meist) ganz gut gemeistert bekomme. Das ist oft nicht einfach. Also Punkt eins: Alles unter einen Hut bekommen. So, was noch? Ich glaube und hoffe, dass ich ordentlich schreiben kann. Dass ich gut organisieren kann. Dass ich eine gute Zuhörerin bin. Und dass ich als entspannte Gastgeberin rocke (höre ich zumindest hin und wieder).

Zu guter Letzt fragt Berenice noch nach fünf positiven Eigenschaften. Das fällt mir schon leichter:

  • Kreativität
  • Humor
  • Empathie
  • Loyalität
  • Fairness

Zugegeben, bei dem Thema Selbstliebe ist bei mir noch Luft nach oben. Aber ich arbeite daran. Wie zum Beispiel mit diesem Artikel.

Zum Abschluss habe ich für alle, die wie ich ein Vorbild in Sachen Selbstliebe brauchen, noch einen Tipp: Folgt der Modebloggerin Nathalie von Style Me Sunday auf Instagram. Sie hat nicht nur einen tollen Look, sondern will Frauen mit ihrem Projekt #WarriorWomen auch dazu ermutigen, die beste Version ihrer selbst zu sein. Das macht sie unter anderem mit Bildern von sich in Wäsche – inklusive Cellulite, Bäuchlein und Schwangerschaftsstreifen. Schaut euch die Fotos an und ihr werdet eine wunderschöne Frau sehen. Versprochen. Und vielleicht gelingt uns das auch irgendwann beim Blick in den Spiegel. Das wäre doch was, oder?

* Es ist übrigens wie immer: Seit ich Kinder habe, bin ich chronisch unpünktlich. Auch die Blogparade habe ich verbummelt. Aber weil ich lieb gefragt habe, darf ich auch nach Ende der Blogparade noch mitmachen. Lieben Dank, Berenice!

8 Kommentare

  1. Hallo super Beitrag. ich würde auch gerne mal bei dieser Parade mitmachen. Was muss ich denn dafür tun? Bin noch ziemlich ahnungslos weil ich mit dem Bloggen ja erst vor kurzer Zeit begann. Mit dem Thema Selbstliebe habe ich als Rollstuhlfahrerin nämlich auch so meine Problemchen. Ab unter der Brust ist bei mir Schluss mit Selbstgefallen. Aber alles was da drüber ist geht noch einigermaßen auch für eine fast 35-Jährige 😉 Den Blog von Nathalie werde ich mir gleich mal reinziehen!! Liebe Grüße Lesefreundin Susanne

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    1. Hallo Susanne, freut mich, dass der Text dir gefallen hat. Das mit den Blogparaden ist eigentlich ganz einfach: Ein Blogger (in diesem Fall Phinabelle.de) denkt sich ein Thema aus und ruft dazu auf, dass andere Blogger bis zu einem bestimmten Datum einen Text dazu veröffentlichen. Mitmachen kann dann eigentlich jeder. Schreib am besten mal Berenice von Phinabelle an, ob du noch mitmachen darfst. Ich war ja eigentlich auch zu spät dran 😉 Liebe Grüße, Regine

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