Heute gab es Pizza. Mit extra viel Käse. Ach ja, ein Eis haben wir heute Nachmittag auch gegessen. Ist ja schließlich Sommer. Und wenn wir schon dabei sind: Nein, es war keines dieser gehypten, selbstgemachten und natürlich zuckerfreien Wassereis-Varianten. Sondern Vanille-Eis mit allem, was dazu gehört.

Zuckerfreie Kindergeburtstag – nicht bei uns

Und jetzt? Macht mich das zur Rabenmutter? In den Augen mancher Mama wohl schon. Denn es gibt sie ja zuhauf, diese überzeugten Health-Moms, die beim Anblick einer Tafel Schokolade bereits die Flucht ergreifen. Könnte ja sein, dass der Nachwuchs sich dafür interessiert. In diesen Familien gibt es noch zum fünften Kindergeburtstag zuckerfreien Dinkel-Apfelkuchen statt einer richtig ungesunden Schokoladentorte mit Smarties drauf.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich bin voll und ganz für gesunde Ernährung. Natürlich achte ich darauf, dass meine Kinder ausreichend Obst und Gemüse zu sich nehmen, Vollkorn-Produkte essen und Wasser statt irgendwelchen gesüßten Kram trinken. Aber Kinder dürfen auch ab und zu naschen. Ich möchte ihnen nichts vorenthalten, sondern ihnen einen gesunden Umgang mit ungesundem Essen beibringen. Ihnen erklären, dass so manches eigentlich nicht gut für sie ist, sie aber trotzdem ab und zu davon bekommen. Ab und zu wohlgemerkt. Klar, das ist sicher der unbequemere Weg als einfach den Haushalt „clean“ von Süßigkeiten und Co. zu halten. Ich bin aber überzeugt davon, dass ich ihnen nur so dabei helfen kann, einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit Essen zu entwickeln. Abgesehen davon „entdecken“ Kinder ab einem gewissen Alter ganz von alleine Süßigkeiten – sei es bei Freunden oder Verwandten. Und wie immer ist das eigentlich Verbotene dann doppelt interessant.

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Damit das Ganze nicht Überhand nimmt, helfen klare Regeln:

  • Es gibt nur eine Kinderhand voll Süßes am Tag.
  • Es wird nicht vor dem Essen genascht.
  • Wir setzen uns auch für ein paar Gummibärchen bewusst an den Tisch und naschen nicht während dem Spielen.
  • Schokolade und Co. dient niemals als Ablenkung oder zum Trost. Denn daran gewöhnen sich Kinder und schnell werden Süßigkeiten dann zum Trostspender Nummer eins.

Mit diesen Grundsätzen läuft das bei uns gut. Ohne dass ich etwas verbieten muss, weil meine Kinder wissen: Nach ihrer kleinen Tagesration ist das Thema erledigt. Dann gibt es außerhalb der Hauptmahlzeiten nur noch Obst oder Rohkost.

Wie macht ihr das? Bekommen eure Kinder Süßigkeiten?


Mal ehrlich, Mama!

Unter dem Titel: „Mal ehrlich, Mama!“ werden Birte von showmeyourcloset und ich ab sofort regelmäßig über ein gemeinsames Mami-Thema schreiben. Und damit es noch ein bisschen abwechslungsreicher wird, holen wir uns immer eine Gastmami dazu. Diesmal ist es Sylvia von momsfavoritesandmore. Ihr könnt euch also schon auf viele tolle Beiträge freuen. Ein Thema aufbereitet aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln. Schaut am besten gleich mal rein bei Birte und Sylvia. Es lohnt sich!

Mal ehrlich, Mama

 

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4 replies on “Mal ehrlich, Mama: Sweets for my sweet – wieviel Ungesundes darf es sein?

  1. Liebe Regine,

    Deine Grundsätze teile ich auch. Ich war ja anfangs etwas vorsichtiger, weil ich einfach später anfangen wollte mit Zucker. Ich denke auch: Lieber so als dass Kinder dann einen richtigen Heisshunger drauf entwickeln weils verboten ist.

    Freu much schon auf die nächste Runde mit Dir 🙂

    Birte

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Regine,

    ich finde das völlig okay wie du das machst. Klare Regeln. Ich bin auch dagegen, Kindenr Süßigkeiten zu verbieten, denn das macht sie ja erst recht neugierig. Wie du schreibst, bekommen sie ohnehin mit, dass es Süßes gibt. Allerdings sollte man eben auch im Blick haben, welche Süßigkeiten es sind. Und bei süßen Getränken kann ich nur sagen: besser ohne. Da steckt einfach viel zu viel Zucker drin. Ich finde eben die Menge macht es. Bei dir/euch klingt das super. Liebe Grüße Julia

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Regine,

    ich finde euren Weg völlig ok, meine Kleine würde sich die Süßigkeiten aber vermutlich heimlich nehmen, weshalb sie wirklich nur zugeteilt werden können. Leider ist sie ganz anders als meine Große, die immer noch am Liebsten Käse nascht.
    Danke, dass ich dabei sein konnte.

    Liebe Grüße
    Sylvi

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