Es ist zuviel. Schlicht und einfach zuviel. Überall wimmelt es nur so vor Einhörnern. Im Kinderzimmer meiner Tochter ebenso wie im Netz. Noch vor wenigen Wochen habe ich euch hier einen Einhornpost präsentiert. Und nun kann ich die glitzernden Zauberwesen einfach nicht mehr ertragen. So geht es mir oft mit Trends: Erst bin ich skeptisch, dann begeistert und schließlich genervt. Trends kommen und gehen. Und manche bleiben einfach ein wenig zu lange. Wie zum Beispiel dieser Einhorn-Hype.

Garniert mit Sternchen und einem Regenbogen

Als ich vor etwa eineinhalb Jahren erstmals mit dem Trend in Berührung kam, reagierte ich erst einmal ablehnend. Es war mir einfach alles zu kitschig: Rosa, pink, jede Menge Glitzer, Fabelwesen garniert mit Sternchen und einem Regenbogen. Aber gut, als Mädchenmama kam ich irgendwie an der Sache nicht vorbei. Und schließlich ließ ich mich mitreißen. Widerstand war ohnehin zwecklos. (Ähnlich erging es mir übrigens auch mit dem Flamingo, der im letzten Jahr von der Serviette über Shirts bis hin zu Tassen so ziemlich alles zierte. Bis es mir auch hier irgendwann zu viel wurde. Ganz zu schweigen von den zahllosen Kakteen und Sukkulenten, die aktuell überall sprießen….)

Aber zurück zum Fabeltier: Meine Begeisterung hielt tatsächlich recht lange an. Zwar für die abgemilderte Version der Einhörner ohne viel Glitter und gerne in weiß statt lila, aber dennoch: Einhörner waren irgendwie cool. Die Tochter bekam Einhorn-Klamotten, -Stofftiere und -Malbücher. Und ich stellte fest, dass die zauberhaften Wesen auch online sehr gut ankommen. Mein Foto mit den meisten Likes auf Instagram ist ein Bild von einem Einhorn-Luftballon. Das Problem an der Sache: So viele andere wollen genau deshalb auf der Einhorn-Welle mitschwimmen und so wimmelt es in meinem Insta-Feed aktuell nur so vor pastellfarbenen Fabelwesen. Und irgendwann habe ich dann genug. Irgendwann kann ich sie nicht mehr sehen mit ihren glitzernden Hörnern und regenbogenfarbenen Mähnen.

Trendtier 2018: Einhorn oder Hausschwein?

Aber bloß weil man einen Trend nicht (mehr) mitmachen möchte, heißt das noch lange nicht, dass man sich der Sache entsagen kann. Und als Mutter schon zweimal nicht. Denn sind wir mal ehrlich: In vielen Dingen haben wir ab einem gewissen Alter unserer Kinder nur ein geringes Mitspracherecht. Und weil ich meine Kinder zu selbstbestimmten Menschen erziehen möchte, dürfen sie Entscheidungen auch selbst treffen. Wenn es also auch nächstes Jahr der sehnlichste Wunsch meiner Tochter ist, eine Einhorn-Geburtstagsparty zu feiern, dann feiern wir wieder eine Einhorn-Party. Ist ja schließlich ihr Geburtstag. Ich habe dann lediglich die Chance, das Ganze soweit wie möglich geschmackvoll umzusetzen.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht wendet sie sich bis dahin ja dem nächsten Trendtier zu. Was es wohl sein wird? Wie wäre es mit einem endlich zu Ruhm kommenden Zebra, dem stets unterschätzten (und immerhin wunderbar in rosa darstellbaren) Hausschwein oder der modischen Rückkehr der Pfauenfedern?

Ich bin gespannt.

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