Mal ehrlich, Mama: Mehr Sport? Weniger Zucker? Vier gute Argumente gegen gute Vorsätze

Keine drei Wochen ist das neue Jahr nun alt. Überall schallt uns Werbung für Laufschuhe, Diät-Drinks und Fitness-Studios entgegen. Der Januar steht für Neuanfang und die Vision einer besseren Version unserer selbst. Als die wunderbare Birte von Showmeyourcloset fragte, ob wir nicht gemeinsam über unsere Neujahrsvorsätze berichten wollten, stimmte ich sofort zu. Das passt zu mir, zu meinem Blog, zur Jahreszeit. Warum also nicht? Doch während ich dann intensiver über die Frage nachdachte, was ich 2018 wirklich verändern möchte, merkte ich schnell, dass sich dieser Text in eine andere Richtung entwicklen würde als ursprünglich geplant. Denn ehrlich gesagt, habe ich mir diesmal schlicht nichts vorgenommen. Und dafür gibt es gute Gründe.

1. Weil sowieso nichts daraus wird.

Manchmal denke ich, ich kenne mich zu gut und weiß zu genau, was ich will, um mir am Jahresanfang Ziele zu setzen, die spätestens Mitte Februar wieder vergessen sind. Keine Luftschlösser mehr bitte. Ich weiß, dass aus mir keine Sportskanone mehr wird und dass mein Alltag es nicht zulässt, dass ich fünfmal in der Woche ins Fitnessstudio renne. Weil mir andere Dinge wichtiger sind. Warum sollte ich mir das dann vornehmen, um nach wenigen Wochen frustriert zu sein, weil ich mein Ziel nicht erreicht habe? Genau. Lassen wir es doch einfach.

2. Weil ich es längst getan hätte, wenn es mir wichtig wäre.

Ich bin überzeugt davon: Dinge, die uns wirklich wichtig sind, die haben auch Priorität. Wer sich wirklich gesund ernähren oder regelmäßig Sport treiben möchte, der findet einen Weg. Wenn uns wirklich etwas am Herzen liegt, schaffen wir dafür Raum in unserem Leben. Auch ganz ohne Jahreswechsel.

3. Weil man sich auch im Juli verändern kann. Oder im November.

Apropos Zeitpunkt: Es gibt keinen Grund auf den Januar zu warten, wenn ich etwas verändern will. Wenn mich etwas stört, dann spricht nichts dagegen, es zu jedem anderen Zeitpunkt des Jahres anzugehen. Und wenn ich es mir bis zum 1. Januar aufsparen muss, dann war es mir wahrscheinlich nie wirklich wichtig.

4. Weil du es nur tust, weil man das eben so macht.

Es gibt wohl kaum eine Silvesterparty, auf der die Frage nach den Neujahrsvorsätzen nicht gestellt wird. Sekt schlürfend plaudern wir gerne darüber, welche ach so hochtrabenden Pläne wir für das kommende Jahr geschmiedet haben. Wer will schon der disziplinlose Zeitgenosse sein, der ehrlich antwortet, dass er sich einfach mal nichts vorgenommen hat? Dass er zufrieden ist mit sich und seinem Leben? Trotz zu wenig Sport und zu viel Zucker? Eben.

Und nun? Bleibt alles wie es ist?

Versteht mich bitte nicht falsch. Das soll kein Plädoyer dafür sein, sich gehen zu lassen. Im Gegenteil. Ein bisschen Sport, eine ausgewogene Ernährung und weniger Zucker werden 2018 auch bei mir eine große Rolle spielen. Schließlich müssen die Schwangerschaftspfunde irgendwie wieder runter. Aber das hat für mich im Moment keine Priorität. Für mich ist aktuell am wichtigsten, dass ich ein gesundes kleines Menschlein zur Welt bringen kann. Dass mein Körper genug Kraft hat, dieses Wesen zu ernähren. Dass ich meinem geschundenen Körper nach der Geburt Zeit lasse, sich zu regenerieren, bevor ich wieder an Themen wie Abnehmen oder Sport denke. Alles andere hat Zeit. Bis sich die Prioritäten entsprechend verschieben. Bis der Leidensdruck groß genug ist, dass ich es auch wirklich angehen möchte. Und das kann eben genauso gut im Juni wie im Januar sein. Denn ja, es ist in Ordnung zufrieden zu sein. Auch, wenn man nicht perfekt ist. Denn hey, wer ist das schon?

Wie andere Mamas wohl darüber denken? Erzählt es mir. Habt ihr feste Vorsätze und wenn ja, welche? Und schaut doch mal bei Birte vorbei und erfahrt mehr darüber, wie sie darüber denkt. Ich bin mir sicher, es wird sich lohnen.

 

Mal ehrlich, Mama_Weihnachten_bearbeitet-1

 

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1 Comment

  1. Antworten

    schokominzabonn

    19. Januar 2018

    Klar, man kann sich immer verändern und manchmal auch spontan. Manchmal hilft auch ein Anlass und sei es der Jahreswechsel 😉 Ich habe viel mit dem Umzug in eine neue Stadt verändert: Ich esse fast kein Fleisch mehr und fahre täglich 40 Minuten Fahrrad (zur Arbeit und zurück). Fürs neue Jahr habe ich mir vorgenommen mehr zu lesen und bin immerhin bei Buch 3. Ob ich das durchhalte? Ich denke schon, denn es macht ja Spaß 🙂

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