Tipps für die perfekte Schwangerschaftsgarderobe

Meine dritte Schwangerschaft neigt sich dem Ende entgegen: Dreimal Herzklopfen und Freudentränen beim positiven Schwangerschaftstest, dreimal Morgenübelkeit, dreimal Umstandsklamotten. Vieles von dem, was ich mir in der ersten Schwangerschaft an Kleidung zugelegt habe, würde ich heute nicht mehr tragen. Nicht nur, weil es mir nicht mehr gefällt, sondern auch, weil es im Nachhinein unnötig oder unpraktisch war. Was sich dagegen als nützlich erwiesen hat und an welchen Anschaffungen ich mich auch noch nach der Schwangerschaft erfreuen konnte, habe ich in einem großen Guide zusammen gestellt.

Vielleicht helfen meine Tipps dem ein oder anderen von euch, Fehlkäufe zu vermeiden.

Phase 1: Der Bauch wächst, die Hose kneift

In diesem Stadium brauchst du eigentlich noch keine richtigen Umstandsklamotten. Zumindest nicht beim ersten Kind. (Wenn du schon einmal schwanger warst, kann es sein, dass dein Bauch deutlich schneller nach vorne tritt und du schon früher zu speziellen Mami-Klamotten greifen musst. In diesem Fall schaust du dir am besten gleich „Phase 2“ an.)

Ein kleines Bäuchlein fühlt sich in Hosen und Röcken mit Gummizug wohl. Super sind dafür zum Beispiel Plisseeröcke, die oft einen elastischen Bund haben. Ebenfalls zu empfehlen: Kleider, die den Bauch umspielen, zum Beispiel mit Empire-Schnitt. Wenn es zu deinem Typ passt, kannst du auch in Jogginghose eine gute Figur machen. Mit ein paar edleren Teilen kombiniert, kommen die nämlich raus aus der „Auf-dem-Sofa-Lümmel-Ecke“. Außerdem kneift da garantiert nichts. Alternativ: Eine Knopfverlängerung. Damit passen deine normalen Hosen länger. Das funktioniert übrigens auch mit einem normalen Haushaltsgummi oder einem schmalen Haargummi. Auch der immer noch angesagte Oversize-Look kommt dir jetzt entgegen: Lange Pullis, Strickwesten, Tuniken und Hemden im Boyfriend-Style sind jetzt ideale Begleiter. Und wo bekommt man das kostengünstigste Boyfriend-Shirt überhaupt her? Genau. Aus dem Kleiderschrank des Liebsten.

Schwangerschaftsmode_Phase1_opt1. Kleid von Zara, 2. Kleid von Topshop, 3. Shirt von Second Female, 4. Oversize-Hemd von Topshop, 5. Bluse von Filippa K, 6. Hose von Second Female, 7. Hose von Zara, 8. Rock via Fashion ID, 9. Jacke von Zara

Phase 2: Der Babybauch ist nicht zu übersehen

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Umstandskleidung gekommen. Überlege dir gut, was du wirklich brauchst, denn du wirst diese Kleidung nur wenige Monate tragen. Es sollte also praktisch, gut zu kombinieren und bequem sein. Als Basics sind ein paar gut sitzende Umstandsjeans sowie das ein oder andere Umstandskleid geeignet. Dazu ein Shirt, eine Strickjacke oder eine weit geschnittene Jacke sowie eine Umstandsstrumpfhose und fertig ist das Outfit. Besonders vorteilhaft sind lange Strickjacken, weil sie den Po, der vielleicht auch ein wenig breiter geworden ist, gut kaschieren.

Schwangerschaftsmode_Phase-2_opt

1. Pulli von Topshop, 2. Kleid von Gap via Zalando, 3. Jeans von  Mamalicious via Zalando, 4. Bluse von H&M, 5. Leggins von H&M, 6. Rock von Topshop, 7. Mantel von Topshop, 8. Shirt von Anna Field via Zalando

Phase 3: Kugelrund – nichts geht mehr

Apropos kaschieren. Wenn du (wie ich) zu den Frauen gehörst, die während der Schwangerschaft überdurchschnittlich zulegen, dann gibt es vermutlich auch bei dir Phase 3. In den letzten Monaten ist der Bauch dann dermaßen gewachsen, dass auch ein paar deiner Umstandsklamotten aus der ersten Zeit zwicken und kneifen. Die bequemste Lösung in diesem Fall: Kleider tragen. Im Sommer bietet sich das ohnehin an, aber auch im Winter ist eine dicke Schwangerschaftsstrumpfhose oder -leggings bequemer und auch kostengünstiger als neue Umstandshosen. Dazu wirst du vermutlich am liebsten flache Schuhe tragen, um die Rückenschmerzen, die mit einem großen Bauch oft einhergehen, nicht noch weiter zu verstärken. Bequeme Boots sind also die perfekten Begleiter für die nächste Zeit.

Schwangerschaftsmode_Phase-3_opt

1. Cardigan von Soya Concept via Breuninger, 2. Strickjacke von Promod, 3. Kleid von Topshop, 4. Kleid von H&M, 5. Schuhe von Bronx via Zalando, 6. Kleid von Topshop, 7. Strickjacke von S.Oliver

Phase 4: Das Wochenbett – Die Zeit danach

Wer denkt, dass er am Tag nach der Geburt wieder in „normale“ Kleidung passt, wird enttäuscht. Es dauert, bis der Bauch und auch die Kilos, die du an anderen Stellen zugelegt hast, wieder verschwinden. Und deshalb ist es auch vollkommen normal, in den ersten Wochen nach der Geburt weiterhin Umstandskleidung zu tragen. Einziger Haken: Wenn du stillen möchtest, eignen sich dafür nicht alle Teile. Gerade Kleider, die in der Schwangerschaft so herrlich bequem waren, sind meist nicht zu gebrauchen. Außer sie haben eine Knopfleiste, so dass Mama problemlos an die Milchbar kommt. Wenn du also bereits während der Schwangerschaft zu einem solchen Modell greifst, hast du länger etwas davon.

Auch deine Klamotten aus Phase 1 feiern jetzt ihr Comeback. Denn wenn die Figur noch nicht wieder top in Form ist, kaschieren ein Oversize-Pulli oder eine Tunika wunderbar. Hosen und Röcke mit Bund eignen sich super für die erste Zeit, die du vor allem zu Hause kuschelnd mit deinem Baby verbringen wirst.

Stoff, Schnitt und Shops – Darauf solltest du achten

1. Möglichst dehnbar: Elastische Stoffe sind in diesen Monaten deine besten Freunde. Denn ein Stretchkleid oder ein Stretchrock wächst mit und ist bequem.

2. Präsentieren statt verstecken: Gehörst du (wie ich) zur Kategorie „großer Bauch“, willst du vielleicht instinktiv zu weit ausgestellten Kleidern und Röcken greifen. Aber Vorsicht: Denn zu viel Stoff um die Bauchgegend macht optisch gerne noch breiter. Empfehlenswerter sind in diesem Fall schmal geschnittene Kleider, in denen der Babybauch zwar sehr in den Vordergrund tritt, aber du nicht komplett unterhalb der Brust wie eine Walküre wirkst. Außerdem sind die Zeiten vorbei, in denen die angehende Mama ihren Bauch verstecken wollte. Zeig, was du hast, denn es ist etwas wundervolles!

3. Es darf ruhig ein bisschen mehr sein: Natürlich darfst und sollst du deinen Bauch stolz präsentieren. Es kann aber trotzdem schön sein, auch noch das ein oder andere optische Highlight darüber hinaus zu setzen. Ein bisschen Ausschnitt darf die werdende Mama zum Beispiel durchaus zeigen. Schließlich ist ein pralles Dekolleté einer der Vorzüge eines schwangeren Körpers überhaupt. Auch auffällige Accessoires und Schmuck, der gerne groß sein darf, passen wunderbar.

4. Investment-Piepes: Es gibt zwar schöne Umstandsklamotten, aber die Auswahl ist doch überschaubar im Vergleich zur „normalen Kleidung“. Da kann es schon das ein oder andere Mal etwas frustrierend sein, wenn man durch die Läden bummelt, all die tollen Sachen sieht, aber genau weiß, dass nichts davon passt. Wirklich nichts? Es gibt Ausnahmen. Und an dieser Stelle kann es sich lohnen ein bisschen tiefer ins Portemonnaie zu greifen. Weil du von diesen Teilen eben auch langfristig etwas haben wirst. Dazu gehören zum Beispiel weite Mäntel, Longcardigans oder weit geschnittene Westen. Auch immer gut: Größenunabhängige Teile – sprich Accessoires. Denn Schals, Taschen und Sonnenbrillen passen immer.

5. Vorsicht beim Schuhkauf: Bei vielen Frauen werden die Füße mit der Schwangerschaft größer. Eine Schuhnummer plus ist bei frischgebackenen Mamas nichts ungewöhnliches. Und häufig bleibt das dann auch so. Ich trage zum Beispiel seit der zweiten Schwangerschaft eine Schuhnummer größer als zuvor.

6. Die besten Online-Shops: Deine Schwangerschaftskleidung wirst du im Normalfall nur wenige Monate tragen. Vielleicht kannst du sie bei Kind Nummer zwei oder drei nochmal aus dem Keller holen, aber keines der klassischen Schwangerschaftsteile wird langfristig zu einem Klassiker in deinem Schrank werden. Daher ist es auch nicht sinnvoll zu viel Geld für die Stücke auszugeben. Kostengünstige und dennoch modische Umstandskleidung gibt es unter anderem bei Asos, H&M, Zalando und Topshop. Für besondere Anlässe oder falls du im Job Business-Kleidung benötigst, wirst du zum Beispiel bei Mamarella fündig.

So und nun seid ihr an der Reihe. Her mit euren Tipps und Tricks in Sachen Umstandsmode. Wie seid ihr modisch gesehen durch die Kugelzeit gekommen?

Pinterest_Style the bump

Hinweis: Die hier vorgestellten Produkte und Shops zeige ich euch, weil sie mir persönlich gut gefallen. Dieser Artikel wurde von keinem der Unternehmen unterstützt. 

MerkenMerken

RELATED POSTS

1 Comment

  1. Antworten

    Claudia Herzohr

    28. Februar 2018

    Mein Tip: In Phase 1 und 2 ans Wochenbett vor allem das Stillen denken! Oberteile die extra für einen Babybazch geschnitten sund, aber nicht stilltauglich sind, sind totaler Quatsch. Außer ein zwei feine Dinger, nicht notwendig finde ich. Stillfunktion unbedingt testen: Brust einhändig frei fummeln (unter stress weils Baby JETZT Hunger HST xD). Ganz simpel und günstig: längere Tabktops zB von h&m. Dehnen sich über den Babybauch und der Ausschnitt lässt sich zum Stillen einfach runter ziehen.

LEAVE A COMMENT

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Einverstanden.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.